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PROF. HARTMUT ROHMEYER

Rohmeyer vor der Marcussen-Orgel

Musik, die keine Grenzen kennt

Die Ausbürgerung Wolf Bier-

manns 1976 war ein prägendes

Ereignis für die Künstler- und

Dissidentenszene der DDR. In der

Folge emigrierten viele namhaf-

te Künstler ins bundesdeutsche

Exil. Über die damit verbundenen

Repressalien bestürzt, wurde auch

Hartmut Rohmeyer zu einemTeil

dieses größten Talentschwun-

des der DDR-Ära. 1977 nutzte er

seinen ersten Auslandsaufenthalt

in Italien zur Republikflucht.

Unterstützt von Freunden in der

Bundesrepublik und der Schweiz

begann für ihn mit 26 Jahren ein

neues Leben.

Seine ersten kirchenmusikali-

schen Anregungen erfuhr der

Pastorensohn, der imErzgebirge

aufwuchs, imUmgang mit den dort

erhaltenen historischen Orgeln.

Schon als Jugendlicher sang er in

Kurrende und Chor und saß sonn-

tags an der Orgel. Später studierte

Rohmeyer in Dresden und Leipzig

Kirchenmusik. In dieser Zeit wa-

ren Thomasorganist Hannes Käst-

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ORGANIST AM DOM ZU LÜBECK – PROF. HARTMUT ROHMEYER