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Wellner dirigiert Bachs

»Magnificat«

Immer wieder eine Herausforderung:

das Spielen am sensiblen Richborn-Positiv

Januar 2005 leitete er die Leipzi-

ger Universitätsmusik interimis-

tisch als amtierender Universitäts-

musikdirektor. 2008 arbeitete er

als Kirchenmusiker an der

Paul-Gerhardt-Kirche Leipzig

Connewitz. Im gleichen Jahr

wurde er mit einer Dissertation

über Michael Praetorius und

dessen sechs Titelholzschnitte aus

dem 17. Jahrhundert promoviert.

Wellner gelang es, die komplexen

Gedankengebäude zu entschlüs-

seln, die hinter den von Praetorius

bis ins Detail konzipierten Bildern

steckten.

2009 wurde er zumKantor an

St. Jakobi zu Lübeck berufen. Er

hat eine halbe A-Kirchenmusiker-

Stelle inne. Im gleichen Jahr

machte Ulf Wellner auch eine

musikhistorisch bedeutende

Entdeckung. ImMeißner Domstift

stand eine Eisentruhe neben der

Kasse, die als Spendenbüchse

diente. Seltsam an der Truhe war

das auf den Innendeckel gemalte

Spiegelmonogramm JSB – die

bekannten Initialen Johann

Sebastian Bachs. Wellner konnte

nachweisen, dass es sich tatsäch-

lich um Johann Sebastian Bachs

Schatztruhe handelte – das einzige

erhalten gebliebene Möbelstück

aus dem privaten Besitz des

Komponisten und Leipziger

Thomaskantors.

Von Ulf Wellner stammen zudem

zahlreiche musikwissenschaftli-

che Vorträge und Publikationen.

Er unterhält eine rege Konzert­

tätigkeit im In- und Ausland.

Wellner 1978 (links) und 1987

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