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Johannes Unger in St. Marien

Marienkirche

Johannes Unger

Der Beitrag, den die Arbeiterklasse der Deutschen Demokratischen Republik vom Schüler Johannes Unger erwartete, bestand vorwiegend im Sammeln von Altpapier. Darin jedoch konnte er sich ebenso wenig hervortun wie in der Leibeserziehung. An der Grundschule blieb er – der musikalisch hochbegabte und christlich erzogene Spross eines Dirigenten – ein Außenseiter. Erst mit dem Wechsel an das Konservatorium und die Spezialschule für Musik in Halle fand Johannes Unger seinen Weg.

Mit 15 Jahren beginnt er das Orgelspiel. Er studiert Klavier, Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig bei Markus Tomas und dem Thomasorganisten Ullrich Böhme sowie in der Solistenklasse am Königlichen Musikkonservatorium in Kopenhagen bei Hans Fagius. Zudem besucht er Meisterkurse bei Emanuel Ax, Christian Zacharias, Robert Levin und Ewald Kooiman. 1998 gewinnt er mit 22 Jahren als jüngster Teilnehmer den 1. Preis beim renommierten Internationalen Orgelwettbewerb in Odense, Dänemark. Im Bachjahr 2000 gewinnt er den XII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig verbunden mit dem Publikumspreis und zahlreichen Sonderpreisen. 2001 erhält er den 1. Preis im Interpretationswettbewerb des 21. Internationalen Orgelfestivals St. Albans, England. Johannes Unger gründet den Förderkreis zum Wiederaufbau der großen Orgel in der Peterskirche zu Leipzig und betreut die Musikreihe »OrgelPunktZwölf « in der Peterskirche an der Jahn-Orgel der 1968 gesprengten Universitätskirche. Von 2003 bis 2009 ist Johannes Unger Assistenzorganist an der Thomaskirche zu Leipzig. Seit Juli 2009 ist er Marienorganist an St. Marien zu Lübeck.

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